Aktuelle Informationen zum EEG

Die festen Einspeisevergütungen im Überblick

EEG 2016 01



Vertrauensschutz für bestehende Photovoltaik-Anlagen

Für Photovoltaik-Anlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, ändert sich grundsätzlich nichts – der Bestandsschutz ist gewährleistet.
Der produzierte Strom wird weiterhin so vergütet, wie zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Soweit vor dem 1. August 2014 Strom zum Eigenverbrauch genutzt wurde, bleibt auch der Eigenverbrauch von der EEG-Umlage befreit.



Die EEG-Umlage für Eigenverbraucher

Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der auch Eigenverbraucher künftig stärker beitragen. In der Regel waren Betreiber von Anlagen, die „ihren“ Strom ganz oder teilweise selbst verbraucht haben, von der EEG-Umlage befreit. Für Bestandsanlagen ändert sich dies grundsätzlich auch künftig nicht, das heißt: Die bisherigen Stromeigenverbraucher müssen keine EEG-Umlage zahlen. Dies gilt auch bei Modernisierungen und Ersatzinvestitionen in diese Bestandsanlagen, wenn die installierte Leistung um höchstens 30 Prozent erhöht wird.

Die Eigenverbraucher von Strom aus neuen Photovoltaik-Anlagen lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
Kleinerzeuger Für Kleinerzeuger, zum Beispiel Eigenheimbesitzer, bleibt alles beim Alten. Sie sind von Neuerungen ausgenommen, sofern die selbst verbrauchte Strommenge zehn Megawattstunden (MWh) im Jahr nicht überschreitet. Damit ist der PV-Eigenverbrauch von Photovoltaik-Anlagen mit bis zu zehn kW installierter Leistung komplett von der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage befreit, denn deren Betreiber verbrauchen in der Regel ohnehin nicht mehr als 10 MWh Strom.

Mittlere Betriebe und Unternehmen Eigenverbraucher von Strom aus Photovoltaik-Anlagen, deren installierte Leistung zehn kW übersteigt, bezahlen bis Ende 2015 30 Prozent der EEG-Umlage. Ab 2016 steigt der Anteil auf 35 Prozent und ab 2017 auf 40 Prozent.



Eigenstromnutzung

In Deutschland ist bereits die sog. Netzparität erreicht, d.h. Strom aus Photovoltaik kann günstiger hergestellt werden,
als für den Bezug vom Energieversorgers auszubringen ist.


 

Anlagen im Außenbereich

- Neu errichtete (dauerhaft genutzte) Tierställe und neu errichtete Aussiedlerhöfe (Komplettumzüge von
  Innen- in den Außenbereich) erhalten den Gebäudetarif
- alle anderen Gebäude o.ä. erhalten den Tarif für Freilandanlagen
- Bestandsdächer mit Bauantrag vor dem 01.04.2012 sind von den Neuregelungen ausgenommen


 

Weitere Kürzungen im EEG

Abhängig vom Zubau wird die Einspeisevergütung seit April 2012 monatlich angepasst.



Was ist das Marketingmodell und was passiert mit dem Strom, der nicht vergütungsfähig ist?

- Das Marktintegrationsmodell ist der Ansatz der Bundesregierung, die Menschen zu mehr Eigengebrauch des
  selbst erzeugten Stroms zu bewegen und gleichzeitig die Speichertechnik zu fördern, weiteres Ziel ist die Steigerung
  der Effizienz von Solaranlagen im Gesamten
- Der nicht vergütete Strom wird entweder direkt an der Strombörse vermarktet oder selbst verbraucht



Lohnt sich Photovoltaik überhaupt noch?

- In der Tat ist Photovoltaik immer noch attraktiv, da vor allem durch steigende Strom-bezugskosten der Eigengebrauch
  von Solarstrom immer lohnenswerter wird
- Zusätzlich sind auch weiterhin in der Variante "Volleinspeisung" rentable Lösungen möglich



Warum wird die Einspeisevergütung immer wieder gekürzt?

Seit der Einführung des EEG sind die Systempreise für Photovoltaik sehr stark gefallen - das hängt mit der normalen Preisentwicklung (der sog. Lernkurve) von Produkten zusammen.
Das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ist ein Instrument zur Markteinführung, u.a. von Photovoltaik. Die Einspeisevergütung wird so lange an den Systempreis angepasst, bis einerseits das Ausbauziel der Bundesregierung erreicht ist und andererseits PV als lokale Stromerzeugung gebaut werden kann, ohne den Anreiz der Einspeisevergütung zu benötigen.



"Photovoltaik treibt den Strompreis in die Höhe", stimmt das?

Falsch!
In den Medien wird dies leider immer wieder so dargestellt. Es ist jedoch erwiesen, dass ein weiterer Zubau von
Photovoltaik nur noch marginale Kosten verursacht, die EEG-Umlage sich also nur noch minimal erhöht.

Fakt ist:
Würde man die Umlage von Atomkraft und Steinkohle berechnen, wäre diese jeweils doppelt so hoch wie die der Erneuerbaren Energien.

- PV ist eine der tragenden Stromsäulen in der deutschlandweiten Versorgung. Sie stellt unter den Erneuerbaren einen
  Anteil von 18% und am Gesamtstrom von 3% dar (Stand: Q1/2012)
- Durch PV wird der gehandelte Strom an der Strombörse billiger, u.a. wurde am 7. März 2012 zur Mittagszeit erstmals
  der Tagstrom günstiger als der Nachstrom
- In der EEG-Umlage sind übrigens nicht nur Kosten für die Energiewende enthalten, sondern auch die EEG-Umlage der
  deutschen Unternehmen, die von ihr befreit sind



Welchen Beitrag hat unsere Firma geleistet?

Während der vergangenen Wochen und Monate war unsere Abteilung „Energietechnik“ stets mit Verbänden und Politikern im Dialog und war maßgeblich an der Entscheidung beteiligt, dass auf neu gebauten Tierställen und neu gebauten Aussiedlerhöfen im Außenbereich weiterhin die Vergütung für ein Gebäude erhalten bleibt und nicht - wie zuerst von der Regierung angedacht - die niedrigere Vergütung einer Freilandanlage.



Wie blicken wir in die eigene Zukunft und die der Photovoltaik?

- Wir sehen immer noch enormes Potenzial von Solarstrom in Deutschland und werden weiterhin Solarstromanlagen
   in gewohnter Hörmann-Qualität mit höchster Effizienz errichten
- Mittelfristig wird die lokale Energieerzeugung, die Speichertechnik und die Eigennutzung des Stroms aus
  dem hauseigenen Sonnenkraftwerk mehr an Bedeutung gewinnen
- Als Gebäude- und Energiespezialist arbeiten unsere Abteilungen Hand in Hand und suchen intensiv nach Lösungen,
  die Erneuerbaren Energien in das Gebäude zu integrieren





Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter www.bmu.de